Tausche Bike gegen Surfbrett und Babyjogger

Alle paar Jahre zieht es mich nach Gran Canaria. In der Regel ist ein Bike im Gepäck. Meist ein MTB, denn fürs Rennrad sind die Anstiege ganz schön steil. Aber diesmal blieb das Bike zuhause.

Bin gespannt, was man auf der Insel leihen kann. Aber mein Hauptjob ist ja Papa und da werde ich eh nicht so viel Biken können. Stattdessen ist 24h Kinderbespaßung angesagt. Macht auch Laune und hinderlässt keine Kratzer (jedenfalls nicht so fiese wie die Kakteen auf den Singletrails).
Die Bungalowanlage sieht vielversprechend aus. Zum ersten mal All-Inclusive, macht ja mit Kind Sinn, Eis und Limo nonstop!
Schlafen!? Dauerbeschallung einer ABBA Coverband. Wo ist mein Oropax?! Der Prinzessin macht das nix aus, die schläft friedlich.

Mama kann mein Jammern nicht mehr ertragen, also ging es nach dem Frühstück erstmal in den nächsten Bikeshop. Cube oder Cannondale? Oder doch lieber NICHT biken? haha. Nee, ein Cannondale sollte es sein. Stein schwer und max. 50mm gefühlter Federweg, aber sah sexy aus und sollte die nächsten Tage gut überstehen.

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Dank Norbert und Steffi standen die ersten Touren schon fest. Schnell noch das GPS mit den Tourdaten gefüttert, Wasserflasche füllen und los geht’s! Die ersten 1000 Höhenmeter auf ziemlich groben Schotterpisten verliefen unauffällig, abgesehen von der atemberaubenden Canyon Landschaft. Ich streifte den einen oder anderen Kaktus, weil ich immer nur in die imposante Natur starrte. Eine Cola und noch ein paar hundert Höhenmeter später versperrte mir ein Tor den Weg. Würde der Hund nicht so grimmig schauen, würde ich ja über den Zaun klettern. Was folgte war eine Tortur, ähnlich wie bei der Transalp. Der Umweg kostete mich knapp 3 Stunden und den letzten Nerv. Ständig landete ich in einer Sackgasse! Auf meinem GPS gab es einen Weg nur 50m weiter… aber leider auch 200 Höhenmeter tiefer!! Die Höhenlinien kann man auf dem Display gern mal übersehen. Grr!!! Da stand ich nun an der Klippe.
Über tausend Umwege bin ich dann endlich auf „meinem“ Supertrail“ gelandet. Eine Mischung aus Gardasee 601 und Utah. Das Bike war leicht überfordert und einige hundert Höhenmeter tiefer brannten auch meine Hände und Beine. Die Plattfüße sorgten für kurze Verschnaufpausen. Die Aussicht war einfach nur geil!!

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Zurück im Bungalow hatte ich Probleme mein Dauergrinsen abzustellen. Aber Mama und Sonnenschein hatten sicher auch Spaß.
Was macht man auf Gran Canaria wenn man nicht auf dem Bike sitzt? Genau, Surfen oder Bodyboarden! Während die Prinzessin Sandburgen baut, paddelt der Papi in den Wellen. Das Meer war sogar schön warm.
Für die Prinzessin gab es an den nächsten Tagen Entertainment pur. Radfahrende Papageien, tanzende Delphine, süße Erdmännchen, Camel Safari…

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Leider geht jeder Urlaub mal zu Ende. Zoé hatte glaube ich viel Spaß. Zuhause sagt sie jedenfalls ständig, dass sie wieder in den Urlaub will, nach Gran Canaria natürlich! 🙂

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